Über mich

JEMIMA  //  Gründerin von narzissmus.info

Ich möchte dir dabei helfen, die Sucht nach einem toxischen Partner zu lösen und dir zeigen wie du dich nach einer Trennung heilen kannst.

Aus diesem Grund habe ich das Online Portal narzissmus.info ins Leben gerufen.
In meinem Blog erzähle ich dir aus meinen eigenen Erlebnissen mit einem Narzissten und meinem Weg zur Heilung.

Jemima

Meine Erfahrung mit einem Narzissten

Am Anfang der Beziehung war ich von Robert* begeistert. Er nahm mich so an, wie ich bin.

Er hörte mir zu wenn ich ihm etwas erzählte. 
Ich konnte ihm alles anvertrauen. 

Ich dachte, endlich ist da jemand der mich versteht, der genauso denkt wie ich

Ich war glücklich und dachte, dass er der Mann fürs Leben sein kann.

Doch schon kurze Zeit später, wendete sich das Blatt. Er fing an mich zu kritisieren. Mich zu beschuldigen und mit Dingen zu konfrontieren, die gar nicht gestimmt haben. 

Alles was ich gern gemacht habe, war plötzlich falsch. Studium, Nebenjobs, Freunde sehen und weggehen, das war alles schlecht in seinen Augen. 

Meine Freunde wurden als kritisch und gefahrvoll dargestellt. Er hat so lange über sie schlecht geredet, bis ich zu jedem Kontakt abgebrochen hatte.

Ich dachte, wenn ich alles lasse was ihm nicht gefällt, wird ihm bewusst dass ich ihn wirklich will und dann wird alles gut.

Aber das Gegenteil war der Fall. Es wurde schlimmer. Dazu kamen Demütigungen, Manipulation, Ignoranz. Es kam nicht nur zur emotionalen Gewalt.

Ich war schon bald nicht mehr ich selbst. Ich wollte alles richtig machen, damit es ja keinen Streit gibt. 

Und obwohl ich so oft gesagt habe, dass ich mich trenne bzw. die Trennung durchgezogen habe - nach maximal 2-4 Tagen waren wir wieder zusammen.

Und das nur, weil er sich plötzlich unendlich viel Mühe gab, lieb zu mir war und mir Zuwendung schenkte.

Ich fiel immer wieder auf ihn rein und dachte: 

"Jetzt wird alles besser. Es ist doch alles nicht so schlimm. Robert hat es nicht so gemeint, ich habe ihn missverstanden als er mich beschimpft hat.
Ich bin selbst schuld, dass er so böse zu mir gewesen ist."

Die schönen Momente hielten nie lange an.

Beleidigungen und Manipulation standen an der Tagesordnung. Wenn ihm etwas nicht passte, hat er mich ignoriert.

Das ging soweit, dass ich mich nicht mehr getraut habe ihm zu widersprechen. Selbst bei banalsten Dingen wie z.B. was wir heute essen.

Weil ich so eine Angst vor ihm hatte, dass er wieder ausrastet und ich zum Schluss wieder für alles die Schuld bekomme. Ich fühlte mich ständig Druck.

Auch nach der Verlobung (zu der ich leider ja sagte, obwohl mein Inneres sich dagegen wehrte) ging der Stress sofort weiter. Anstatt das alles besser wurde, fühlte ich mich immer leerer.

Ich stand an der Brücke und wollte nicht mehr leben

Wie oft stand ich abends, nachdem ich vor lauter Angst vor Robert, wieder aus der Haustür oder Terrassentür abgehauen bin, auf der Brücke und habe gehofft, dass mir etwas passiert, damit ich endlich weg von ihm bin.

Das war doch keine Liebe, wenn ich von dem Menschen der mir am nahsten steht, Angst haben muss? Noch nie in meinem Leben ging es mir so schlecht.
Ich war leer und wollte sterben, weil ich keinen Ausweg aus der Beziehung gesehen habe. Es gab in diesen Momenten nichts mehr, was mich am Leben hielt. Ich war in einer Beziehung und trotzdem allein. Freunde, Familie, nichts.

Manchmal war es so schlimm, dass ich daran dachte, was wohl passieren würde, wenn ich herunterspringe. Ich würde es nicht überleben. Vielleicht würde Robert dann endlich verstehen, was er mir angetan hat.

Aber Suizid zu begehen, das ist nicht Gottes Wille. Ich habe in meiner Not zu Gott geschrien, dass er mich sterben lassen soll. Ich wollte nicht mehr. Es gab nichts woran ich noch Freude im Leben hatte. Aber es geschah erst einmal nichts. Die toxische Beziehung ging weiter wie bisher: Robert kam zu mir, verhielt sich liebevoll und ich fiel erneut darauf rein... Für eine kurze Zeit. Bis der Kreislauf wieder von vorne begann.

Ich hatte Angst vor Robert, vor seinen bedrohlichen Worten, mein Herz klopfte mir bei jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit bis zum Hals. Ich hatte Panik davor, dass er mich wieder schubst und schlägt.

Immer wenn wir Streit hatten, dachte ich daran, ihn zu verlassen. Und direkt nach dem Streit spielte Robert mir die heile Welt vor. Wir versöhnten uns. Aber kurz darauf fing wieder alles von vorne an. Und so ging es Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Doch irgendwann war ich am Ende.

Wie die Ärztin es mit nur einem Satz schaffte, dass es "Klick" bei mir machte

Und dann kam der Tag an dem ich nicht mehr konnte. Mein Kopf war leer, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die Ärztin sagte zu mir, dass ich kurz vor dem Burnout stehe und jetzt unbedingt an mich denken muss.

“Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen.”

Als die Ärztin diesen Satz zu mir sagte, hat es in meinem Kopf Klick gemacht. Denn in unserer Beziehung war das Gegenteil der Fall.
Wenn ich Hilfe gebraucht habe, hat Robert mich ins Lächerliche gezogen oder mich dafür bestraft und ignoriert. Wenn er etwas brauchte, bin ich immer zu Hilfe gerannt. Wenn das nicht klappte, oder ich keine Zeit hatte, wurde ich dafür mit Ignoranz "belohnt".

Als ich Robert davon erzählte, dass ich kurz vorm Burnout stehe, bestätigte sich meine Vermutung: 
Er zog mich ins Lächerliche. Kurz darauf erzählte er wieder nur von sich. 
Wie schwer er es im Leben hat, das ihm alle Knochen weh tun, dass er selbst unter Burnout leiden müsste, weil ihm im Leben nichts geschenkt wird. 
Und dann sagte er zu mir: "Du bist selbst Schuld, dass es dir schlecht geht." 
Anstatt das er mir endlich einmal half (wie man es in jeder normalen Beziehung tun würde), war genau das Gegenteil der Fall. 

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"Du bist selbst Schuld dass es dir schlecht geht!"

Es tat mir im Herzen weh, dass er nicht einmal jetzt, wo ich kaputt und kraftlos war, eingesehen hatte mir zu helfen. Und für mich dazu sein. Ich habe gegen eine Wand geredet.

Jetzt wurde mir erst klar, dass das keine Beziehung ist, die auf Liebe aufgebaut ist. Und ich nicht mehr zu hoffen brauche, dass sich etwas ändert.

Nach diesem Tag fiel ich noch tiefer in ein Loch. Ich war zu nichts fähig. Mir war alles egal. Er hatte mir meine ganze Kraft und mein Lachen genommen. Ich starrte stundenlang gegen eine weiße Wand, ich konnte nichts mehr.

Ich war leer und emotionslos. Ich fühlte mich wie eine leere Hülle.

Ich hatte keine Kraft mehr Liebe und Zuwendung zu geben. Dadurch wurde ich kalt zu Robert. Er spürte das und gab mir als Strafe umso mehr Kälte zurück und machte mich wiederum dafür schuldig.

Warum ich mich trotzdem nicht trennen konnte

Ich habe es nicht geschafft mich aus eigener Kraft aus der Beziehung zu lösen. Ich hatte Angst, dass er mich bei einer nächsten Konfrontation wieder schlägt, oder mit Sachen durch seine Wohnung wirft oder eine weitere Zimmertür zerstört.

Robert hat mich so manipuliert und ausgelaugt, dass ich nicht mehr wusste wo oben oder unten ist.

Gleichzeitig konnte ich seine Launen nicht mehr ertragen. Er machte aus jeder Kleinigkeit einen Elefanten.

Und dann war da noch sein Auto. Robert fuhr so schnell mit dem Auto, dass ich sehr oft daran dachte das er mich in den Tod mitreißt, ich war fertig mit den Nerven und schwitzte. Und Robert lachte. Obwohl ich so Angst hatte, hörter er nicht auf langsamer zu fahren. "Der hat mich zu einem Rennen herausgefordert, ich muss dem jetzt zeigen wer hier der Boss ist." Ich weiß nicht wie viele Stoßgebete ich in den Himmel geschickt habe. 


Ich spürte, dass ich jemanden zum Reden brauche. Und das kann ich dir nur raten. Nimm dir Hilfe in Anspruch!

Ich war so ein Wrack, das ich keine Kraft hatte, zu einem Psychologen zu gehen und alles zu erzählen.

Außerdem hatte ich Angst dass er mir nachspioniert, indem er mir mit seinem Auto heimlich hinterherfährt. Und mich danach wieder einschüchtert. Also habe ich im Internet heimlich nach Hilfe gesucht. Obwohl ich bei mir zuhause war, hatte ich anfangs extrem Schiss. Ich wollte mir selbst helfen aber durch seine Manipulationen und das ganze Schlecht reden über andere Leute traute ich mich nicht mich jemanden zu öffnen. (Er hatte gegen wirklich jeden schlecht geredet: Seine Familie, meine Eltern, "Freunde", Nachbarn, Bekannte) 

Die christliche Seelsorge war das Beste was mir passieren konnte. Ich konnte schreiben oder anrufen, mir wurde zugehört, mit einer Liebe und einem Verständnis, für das ich heute noch dankbar bin.

Ich habe zwar Stunden gebraucht um klare Sätze zu verfassen, weil mein Kopf nicht klar denken konnte. Aber das war es wert.

Drei Monate später habe ich es dann geschafft mich endgültig zu trennen. Und es diesmal auch wirklich durch zuziehen.

Nach der Trennung fiel eine riesige Last von mir ab. Ich war frei. Frei von seinen Demütigungen, Schlägen, Angst, Manipulationen. Was für ein Gefühl. Ich war plötzlich nicht mehr in einem offenen Gefängnis.  

Ein Narzisst nimmt dir alles was du hast:

Dein Selbstbewusstsein, deine Freunde und Familie, Hobbys, oft sogar deinen Arbeitsplatz oder die Ausbildung.

Er nimmt dir alles was dir Spaß und Freude bereitet, indem er dir alles schlecht redet.

Ihm zuliebe lässt du alles liegen, weil du hoffst, das er endlich zufrieden ist und es keinen Streit mehr gibt.

Es ist egal ob du mit einem Narzissten ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahrzehnt zusammen bist: Sie alle saugen dich aus.

Warum Du die toxische Beziehung verarbeiten solltest

Nach dem endgültigen Ende der Beziehung musste ich alles aufarbeiten. Erst wollte ich das nicht. Ich hatte einen Hass auf Robert. Und ich war sauer auf mich selbst.

Am meisten Wut hatte ich auf seine letzten Worte: 

"Du wirst schon sehen, du wirst nie wieder eine so tolle Beziehung mit jemanden haben wie mit mir."

"Du wirst es eines Tages bereuen das du dich getrennt hast. Irgendwann wenn du einen neuen Freund hast, und ihr euch streitet, dann wirst du an mich zurückdenken und an unsere schöne Zeit."

Heute weiß ich, dass das typisch ist für Narzissten. Entweder flehen sie darum, dass man sie wieder zurück nimmt, oder sie beschimpfen dich bis zum letzten Tage

Wie du siehst, wollte er mich selbst am letzten Tag noch damit manipulieren, indem er alle anderen Männer schlecht machte. Und sich (natürlich, wie soll es auch anders sein) so von sich sprach, als habe er alles für mich getan wie es noch nie jemand getan hätte und jemals tun würde.

Aber zu diesem Zeitpunkt war mir bereits wieder bewusst, dass andere Männer niemals so drauf sind.

Ein richtiger Mann liebt seine Frau.
Und da gehören Manipulation, Schläge und demütigende Beschimpfungen nicht dazu. 



Ich wollte diese toxische Beziehung nicht verarbeiten.

Ich habe anfangs den Fehler gemacht und die ganzen Erinnerungen heruntergeschluckt. 

Aber wenn man etwas nicht verarbeitet, dann kommen die schlechten Momente immer wieder hoch.

Ich hasste Robert so sehr für das, was er mir angetan hat.

Gleichzeitig habe ich mich noch einige Zeit danach von Robert verfolgt gefühlt und hatte Angst.

Doch je mehr ich die Beziehung verarbeitet habe umso besser ging es mir. Der schwerste Schritt war, Robert zu vergeben, damit ich ganz loslassen konnte.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;
wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.
  (Matthäus 6,14-15)

Vielleicht bist du durch die Beziehung mit einem Narzissten krank geworden.

Ich stand kurz vor dem Burnout. Auch nach Ende der Beziehung lag ich eine Zeit nur im Bett oder habe gegen eine weiße Wand gestarrt. Ich war zu nichts fähig.

Heute bin ich gesund, doch es war ein langer Weg bis hierhin.

Ich bin Gott unendlich dankbar dafür, dass ich wieder "lebe".

Durch das Verarbeiten der Beziehung bin ich stark geworden und weiß jetzt woran es gelegen hat, dass ich das habe alles mit mir machen lassen:
Ich habe mich selbst nicht wertgeschätzt. Und mir nie Zeit für mich genommen um mich zu reflektieren.  

Ich möchte dir den Weg aus der Beziehung raus zeigen, damit es auch dir wieder gut geht und du deine Lebensfreude und Selbstbewusstsein zurückgewinnst.

Ich will dir helfen aus der "Opferrolle" raus zu kommen.

Sicherlich denkst du, wie ich damals auch, dass du ohne ihn nicht leben kannst. 
Er wird es dir immer wieder eingetrichtert haben. Er hat dich manipuliert und dir die Unwahrheit gesagt.

Ich zeige dir, wie du es schaffst, auszubrechen und wieder du selbst zu sein.

Selbst wenn du denkst es gibt keinen Ausweg, kann ich dir jetzt schon verraten: Doch es gibt ihn.

Du hast es NICHT verdient von einem Narzissten so behandelt zu werden!

Gleichzeitig zeige ich auch, warum ein Mensch sich narzisstisch verhält, was die Ursachen dafür sind.

Und wie und ob er geheilt werden kann. Ich möchte dir helfen und dich auf deinem Weg unterstützen.

Übrigens:

Viele denken, dass nur Männer Narzissten sein können. Das stimmt aber nicht. 

Männer wie auch Frauen können Narzissten sein. 

Aus einfacherer Lesbarkeit schreibe ich in männlicher Form, meine damit aber beide Geschlechter. 

Befreiung in drei Schritten

1
Erkenne dass du missbraucht wirst

Schäme dich nicht dafür, dass du an einen Narzissten geraten bist. Gehe liebevoll mit dir um und bestrafe dich nicht. Nimm dir Zeit für dich und beginne dich wert zuschätzen. Du bist wertvoll!

2
Löse dich von deinem Partner

Wenn dein Partner keine Hilfe in Anspruch nimmt und sich nicht ändern will (welcher Narzisst gibt schon gerne zu dass mit ihm etwas nicht stimmt - die allerwenigsten), dann nimm deine Beine und renne so schnell du kannst.

3
Vergebe und werde frei

Es braucht Zeit bis man erkennt, dass man nur frei werden kann, wenn man dem Menschen, der einem das Schlechteste der Welt gewünscht hat, vergeben muss, um frei zu werden. Aber dadurch lässt man die Sache hinter sich und wird frei und kann leben - und das ganz ohne Altlasten.

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*Name wurde geändert

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