Über mich

Als ich in dieser toxischen Beziehung mit Robert* war, hatte ich keine Ahnung von Narzissmus und wusste nicht einmal was das ist. Mir war zwar bald bewusst, dass alles zu Roberts Gunsten läuft, aber durch seine Manipulation und dadurch, dass er mir ständig die Wörter im Mund verdreht hat, war ich bald nicht mehr ich selbst. 
Erst ein Jahr später, nachdem ich es endlich endgültig geschafft hatte, mich von meinem Exverlobten zu trennen, habe ich herausgefunden was dahinter steckt - Narzissmus. 
Mein Ziel ist es, dass du früh erkennst ob du dich in einer toxischen Beziehung befindest und Opfer eines Narzissten bist.

Ich wäre Ich wäre damals froh gewesen, wenn mir jemand die Augen geöffnet und mir erklärt hätte, dass ich mich in einer Beziehung mit einem Narzissten befinde. Hätte man mich aufgeklärt, wäre sicherlich vieles anders verlaufen. 
Aus diesem Grund habe ich dieses Online Portal narzissmus.info ins Leben gerufen. In meinem Blog erzähle ich dir aus meinen eigenen Erfahrungen und meinen Weg zur Heilung.

Meine Erfahrung mit einem Narzissten

Am Anfang der Beziehung war ich von Robert begeistert. Er nahm mich so an, wie ich bin. Er hörte mir zu wenn ich redete. Ich dachte, endlich ist da jemand der mich versteht, der genauso denkt wie ich. Ich konnte ihm alles anvertrauen. Ich war glücklich und dachte, dass er der Mann fürs Leben sein kann.

Doch schon kurze Zeit später, wendete sich das Blatt. Er fing an mich zu kritisieren. Mich zu beschuldigen und mit Dingen zu konfrontieren, die gar nicht gestimmt haben. Alles was ich gern gemacht habe, war plötzlich falsch. Studium, Nebenjobs, Weggehen, das war alles nichts wert. Meine Freunde wurden als kritisch und gefahrvoll dargestellt. Er hat so lange über sie schlecht geredet, bis ich zu jedem Kontakt abgebrochen hatte. Ich dachte jetzt wird alles gut. Aber das Gegenteil war der Fall. Dazu kamen Demütigungen, Manipulation, Ignoranz und die ersten Schläge.

Ich war schon bald nicht mehr ich selbst. Ich wollte alles richtig machen, damit es bloß keinen Streit gibt. Und obwohl ich so oft gesagt habe, dass ich mich trenne bzw. die Trennung durchgezogen habe - nach maximal 2 Tagen waren wir wieder zusammen. Und das nur, weil er sich plötzlich unendlich viel Mühe gab, lieb zu mir war und mir Zuwendung schenkte. Ich fiel immer wieder darauf rein und dachte: "Jetzt geht es bergauf. Es ist doch alles nicht so schlimm. Ich bin selbst schuld, dass er so böse zu mir gewesen ist."

Die schönen Momente hielten nie lange. Kurz darauf wurde alles schlimmer wie zuvor.

Beleidigungen und Manipulation standen an der Tagesordnung. Wenn ihm etwas nicht passte, hat er mich ignoriert. Ich habe mich nicht mehr getraut meine Meinung zu sagen. Weil ich Angst vor ihm hatte, dass er wieder ausrastet und ich zum Schluss wieder für alles die Schuld bekomme. Ich war ständig unter Druck. Auch nach der Verlobung (zu der ich leider ja sagte) ging der Stress sofort weiter. Anstatt das alles besser wurde, fühlte ich mich immer leerer.

Wie oft stand ich abends, nachdem ich vor lauter Angst vor Robert, wieder abgehauen bin, auf der Brücke und habe gehofft, dass mir etwas passiert, damit ich endlich weg von ihm bin.
Ich war leer und wollte sterben, weil ich keinen Ausweg aus der Beziehung gesehen habe. Manchmal war es so schlimm, dass ich daran dachte, was wohl passieren würde, wenn ich herunterspringe. Ich würde es nicht überleben. Aber Suizid zu begehen, das ist nicht Gottes Wille. Ich habe in meiner Not zu Gott geschrien, dass er mich sterben lassen soll. Ich wollte nicht mehr. Aber es geschah erst einmal nichts. Die toxische Beziehung ging weiter wie bisher.

Ich hatte Angst vor Robert, vor seinen bedrohlichen Worten, mein Herz klopfte mir bei jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit bis zum Hals. Ich hatte Panik davor, dass er mich wieder schubst und schlägt.
Immer wenn wir Streit hatten, dachte ich daran, ihn zu verlassen. Und direkt nach dem Streit spielte Robert mir die heile Welt vor. Wir versöhnten uns. Aber kurz darauf fing wieder alles von vorne an. Doch irgendwann war ich am Ende. Und dann kam der Tag an dem ich nicht mehr konnte. Mein Kopf war leer, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die Ärztin sagte zu mir, dass ich kurz vor dem Burnout stehe und jetzt unbedingt an mich denken muss.

„Eine Beziehung ist ein Geben und ein Nehmen.“

Als die Ärztin diesen Satz zu mir sagte, hat es in meinem Kopf Klick gemacht. Denn in unserer Beziehung war das Gegenteil der Fall.
Wenn ich Hilfe gebraucht habe, hat Robert mich ins Lächerliche gezogen oder mich dafür bestraft und ignoriert. Wenn er etwas brauchte, bin ich immer zu Hilfe gerannt. Wenn das nicht klappte, oder ich keine Zeit hatte, wurde ich dafür mit Ignoranz "belohnt".

Als ich Robert davon erzählte, dass ich kurz vorm Burnout stehe, bestätigte sich meine Vermutung. 
Er zog mich ins Lächerliche. Kurz darauf erzählte er wieder nur von sich. 
Wie schwer er es im Leben hat, das ihm alle Knochen weh tun, dass er selbst unter Burnout leiden müsste, weil ihm im Leben nichts geschenkt wird.
Und dann sagte er zu mir: "Du bist selbst Schuld das es dir schlecht geht." 
Anstatt das er mir spätestens in dieser Situation half (wie man es in jeder normalen Beziehung tun würde), war genau das Gegenteil der Fall. 

Es tat mir im Herzen weh, dass er nicht einmal jetzt, wo ich kaputt und kraftlos war, eingesehen hatte mir zu helfen. Und für mich dazu sein. Ich habe gegen eine Wand geredet.
Jetzt wurde mir erst klar, dass das keine Beziehung ist, die auf Liebe aufgebaut ist. 

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Robert sagte zu mir: "Du bist selbst Schuld!"

Nach diesem Tag fiel ich noch tiefer in ein Loch. Ich war zu nichts fähig. Mir war alles egal. Er hatte mir meine ganze Kraft und mein Lachen genommen. Ich starrte stundenlang gegen eine weiße Wand, ich konnte nichts mehr. Ich war leer und emotionslos. Ich hatte keine Kraft mehr Liebe und Zuwendung zu geben. Dadurch wurde ich kalt zu Robert. Er spürte das und gab mir als Strafe umso mehr Kälte zurück und machte mich dafür schuldig.

Ich habe es nicht geschafft mich aus eigener Kraft aus der Beziehung zu lösen. Ich hatte Angst, dass er mich bei einer nächsten Konfrontation wieder schlägt, oder mit Sachen durch seine Wohnung wirft oder eine weitere Zimmertür zerstört. Robert hat mich so manipuliert und ausgelaugt, dass ich nicht mehr wusste wo oben oder unten ist.
Gleichzeitig konnte ich seine Launen nicht mehr ertragen. Er machte aus jeder Kleinigkeit einen Elefanten. Robert fuhr so schnell mit dem Auto, dass ich dachte das er mich in den Tod mitreißt, ich war fertig mit den Nerven.

Weil ich niemanden zum Reden hatte, habe ich mir Hilfe gesucht. Und das kann ich dir nur raten. Hole dir Hilfe! Ich war so ein Wrack, das ich keine Kraft hatte, zu einem Psychologen zu gehen und alles zu erzählen. Außerdem hatte ich Angst dass er mir nachspioniert, indem er mir mit seinem Auto heimlich hinterherfährt. Also habe ich im Internet nach Hilfe gesucht.

Die christliche Seelsorge war das Beste was mir passieren konnte. Ich konnte schreiben oder anrufen, mir wurde zugehört, mit einer Liebe und einem Verständnis, für das ich heute noch dankbar bin. Ich habe Stunden gebraucht um klare Sätze zu verfassen, weil mein Kopf nicht klar denken konnte. Aber das war es wert. Drei Monate später habe ich es dann geschafft mich endgültig zu trennen. Und es diesmal auch wirklich durch zuziehen. Nach der Trennung fiel eine riesige Last von mir ab. Ich war frei. Frei von seinen Demütigungen, Schlägen, Angst, Manipulationen. Was für ein Gefühl. Ich war plötzlich nicht mehr in einem Gefängnis.  

Ein Narzisst nimmt dir alles was du hast: Dein Selbstbewusstsein, deine Freunde und Familie, Hobbys, oft sogar deinen Arbeitsplatz oder die Ausbildung. Er nimmt dir alles was dir Spaß und Freude bereitet, indem er dir alles schlecht redet. Irgendwann glaubst du es, oder tust es ihm zuliebe nicht mehr, weil du hoffst das er zufrieden ist und es keinen Streit mehr gibt.

Es ist egal ob du mit einem Narzissten ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahrzehnt zusammen bist - sie alle saugen dich aus.

Warum du die toxische Beziehung verarbeiten musst

Nach dem endgültigen Ende der Beziehung musste ich alles aufarbeiten. Erst wollte ich das nicht. Ich hatte einen Hass auf Robert. Und ich war sauer auf mich selbst. Am meisten Wut hatte ich auf seine letzten Worte: 

"Du wirst schon sehen, du wirst nie wieder eine so tolle Beziehung mit jemanden haben wie mit mir."
"Du wirst es eines Tages bereuen das du dich getrennt hast. Irgendwann wenn du einen neuen Freund hast, und ihr euch streitet, dann wirst du an mich zurückdenken und an unsere schöne Zeit."

Heute weiß ich, dass das typisch ist für Narzissten. Entweder flehen sie darum, dass man sie wieder zurück nimmt, oder sie beschimpfen dich bis zum letzten Tage. Wie du siehst, wollte er mich selbst am letzten Tag noch damit manipulieren, indem er alle anderen Männer schlecht machte. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir bereits wieder bewusst, dass andere Männer niemals so drauf sind. Ein richtiger Mann liebt seine Frau. Und da gehören Manipulation, Schläge und demütigende Beschimpfungen nicht dazu. 

Ich wollte diese toxische Beziehung nicht verarbeiten. Ich habe anfangs den Fehler gemacht und sie heruntergeschluckt. Aber wenn man etwas nicht verarbeitet, dann kommen die schlechten Momente immer wieder hoch. Ich hasste ihn so sehr für das was er mir angetan hat. Gleichzeitig habe ich mich noch einige Zeit danach von Robert verfolgt gefühlt und hatte Angst. Doch je mehr ich die Beziehung verarbeitet habe umso besser ging es mir. Der schwerste Schritt war, Robert zu vergeben, damit ich ganz loslassen konnte.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;
wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.
  Matthäus 6,14-15

Vielleicht bist du durch die Beziehung mit einem Narzissten krank geworden. Ich stand kurz vor dem Burnout. Auch nach Ende der Beziehung lag ich eine Zeit nur im Bett oder habe gegen eine weiße Wand gestarrt. Ich war zu nichts fähig. Heute bin ich gesund, doch es war ein langer Weg bis hierhin.

Ich bin Gott unendlich dankbar dafür, dass ich wieder "lebe". Durch das Verarbeiten der Beziehung bin ich stark geworden und weiß jetzt woran es gelegen hat, dass ich das habe alles mit mir machen lassen.  

Ich möchte dir den Weg aus der Beziehung raus zeigen, damit es auch dir wieder gut geht und du deine Lebensfreude und Selbstbewusstsein zurückgewinnst. Ich will dir helfen aus der "Opfer" Rolle raus zu kommen. Sicherlich denkst du, wie ich damals auch, dass du ohne ihn nicht leben kannst. Er wird es dir immer wieder eingetrichtert haben. Er hat dich manipuliert und dir die Unwahrheit gesagt. Ich zeige dir, wie du es schaffst, auszubrechen und wieder du selbst zu sein. Selbst wenn du denkst es gibt keinen Ausweg, kann ich dir jetzt schon verraten: Doch es gibt ihn. Du hast es NICHT verdient von einem Narzissten so behandelt zu werden! Gleichzeitig zeige ich auch, warum ein Mensch sich narzisstisch verhält, was die Ursachen dafür sind. Und wie und ob er geheilt werden kann. Ich möchte dir helfen und dich auf deinem Weg unterstützen.

*Name wurde geändert

Gut zu wissen

Viele denken, dass nur Männer Narzissten sein können. Das stimmt aber nicht. Männer wie auch Frauen können Narzissten sein. Aus einfacherer Lesbarkeit schreibe ich in männlicher Form, meine damit aber beide Geschlechter.

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